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“Mach doch auch mal etwas für deine Gesundheit!”
Aber warum sollten Menschen, denen solch ein Ratschlag gegeben wird, denn mit Sport oder Fitnesstraining anfangen?
Die Antwort:”Damit Sie fitter werden” löst nicht automatisch eine Welle der Euphorie aus.
Manchmal fällt einem noch das Argument Herz-Kreislauf-System oder das allgemeine Wohlbefinden ein, aber das war es dann auch schon. Heute erfahren Sie, warum jeder sportlich aktiv sein sollte und welche Wirkungen regelmäßiges Training auf unseren Körper hat.1. Fitnesstraining baut Stress ab
Auf das Überleben…ist unser Körper programmiert und das seit Jahrhunderten. Um in einer Gefahrensituation zu bestehen, ist unser Körper darauf angewiesen, so schnell wie möglich in einem leistungsbereiten Zustand zu sein. Das Hormon Adrenalin lässt dies geschehen und ermöglicht oft Unfassbares, was wir unserem Körper abverlangen können. Zum Beispiel vor einem Säbelzahntiger wegzurennen…
Ok, diese Situation kommt im 21. Jahrhundert eher selten bis gar nicht vor. Aber die Stresshormone werden von unserem Körper dennoch immer dann produziert, wenn wir unter Druck stehen. Äußerliche Einflüsse (Termindruck, Mobbing, Lärm) und innere Konflikte (Unzufriedenheit, Überlastung, Selbstzweifel, Depression), können uns mehr belasten als uns lieb ist und erzeugen Unmengen Stresshormone (Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin).
Das Problem dabei ist, wenn diese Hormone nicht wieder abgebaut werden, können sie den Körper auf Dauer schädigen. Fitnesstraining ist genau das richtige Mittel, um wenigstens einmal täglich die angefallenen Stresshormone abzubauen. Zusätzlich können beim Fitnesstraining auch Hormone produziert werden, die die seelische Verfassung verbessern.
2. Fitnesstraining schütz die Wirbelsäule
Wussten Sie, dass 80% der Deutschen in ihrem Leben über Rückenschmerzen klagen und das durchschnittliche Alter bei einem Bandscheibenvorfall bei 38 Jahren liegt?
Rückenschmerzen werden in Deutschland bereits als Volkskrankheit verschrien. Oft ist der Leidende aber nicht ganz unschuldig. Einseitige Bewegung und mangelnde bzw. falsche Belastung führen zu Verschleiß an der Wirbelsäule. Grundsätzlich ist die Wirbelsäule sehr belastbar und hält selbst großem Druck stand. Auf Grund steigender Zahlen wird manchmal auch behauptet, dass Rückenschmerzen eben der Tribut des Menschen an den aufrechten Gang sind.
Diese Aussage ist nur teilweise richtig, denn Studien zeigen auch ganz klar, dass Menschen, die ein regelmäßiges Krafttraining für die Rückenmuskulatur ausführen weniger Schmerzen haben als Menschen, die das nicht tun. Funktionelle Kraftübungen für die Rumpf- und Stützmuskulatur sollten darum in keinem Trainingsprogramm fehlen.
Auf netdoktor.de können Sie nähere Infos über die Ursachen und therapeutische Maßnahmen nachlesen.
3. Fitnesstraining hilft dabei nicht zuzunehmen
Gehören Sie auch zu den Menschen, für die gutes und leckeres Essen zum Leben dazugehören? Die meisten Menschen essen gerne und freuen sich, wenn sie ein Essen mal so richtig genießen können.
Die gute Nachricht ist, Sie können um einiges mehr essen, solange Sie regelmäßig trainieren, denn schließlich verbrauchen Sie im Training auch Energie. Mit regelmäßigem Fitnesstraining tragen Sie aktiv dazu bei, dass auch mal kleine Ernährungssünden, mit guten Gewissen, begangen werden können.
Buchen Sie doch einfach mal ein Kochkurs Ihrer Wahl, in Ihrer Nähe oder schauen Sie hier vorbei.
4. Fitnesstraining hilft Körperfett abzubauen
Über 50% der deutschen Bevölkerung sind übergewichtig. Da wundert es nicht, dass das Ziel „Körperfett verlieren“ ganz weit oben auf der Wunschliste vieler Personen steht. Die Gründe für die Verbreitung von Übergewicht sind bekannt: Bewegungsmangel und in der Relation dazu viel zu hohe Nahrungsaufnahme. Das Übermaß an Körperfett ist nicht nur ein ästhetischer Faktor, sondern ein medizinischer Risikofaktor. Die Entstehung von Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen werden dadurch deutlich begünstigt.
Wer also langfristig abnehmen möchte, tut gut daran, während der Diätphase zu trainieren. Ansonsten nimmt der Körper zwar Gewicht ab, aber ein großer Teil des verlorenen Gewichts besteht aus wertvoller Muskelmasse.
Muskulatur ist schwerer als Fett, vielleicht haben Sie das schon einmal gehört. So ist es nicht unüblich, dass mit einer Ernährungsumstellung und 1-3mal die Woche Laufen, viele Menschen sehr schnell und viel Gewicht verlieren. Leider ist dieser Gewichtsverlust mit einem hohen Anteil von Muskelmasse gleichzusetzen. Das muss nicht sein. Betreiben Sie in der Diätphase ein Gewichtstraining, kann die Muskulatur gehalten und das Körperfett besser abgebaut werden.
Seien Sie nicht naiv, in dem Sie nur auf das fallende Gewicht auf der Waage gucken, sondern formen Sie Ihren Körper.
5. Fitnesstraining verbessert Ihre Abwehrkräfte
Vom Herbst bis zum Frühjahr trifft es die meisten Menschen. Sie erkälten sich. Dabei sind nicht nur die äußerlichen Einflüsse Garant für eine Erkältung.
An erster Stelle muss man immer den eigenen Körper stellen – nein, nicht der böse Kollege ist schuld, der gerade das Fenster aufgemacht hat…
Wie groß ist also die Bereitschaft eines Menschen krank zu werden, wenn einige Menschen eben erkranken und andere wieder nicht.
Wir selbst müssen uns fragen, was wir für unsere Abwehrkräfte tun.
Das tun die Wenigsten. Viel einfacher geht es, den „schwarzen Peter“ jemand anderem zuzuschieben. ICH kann ja nichts dafür…ist eine wirklich blöde Einstellung!
Jeder Mensch ist für sich selbst verantwortlich und muss für die eigenen Handlungen gerade stehen.
Die natürliche Wiederstandfähigkeit wird mit sportlicher Betätigung verbessert.
Nach einem Fitnesstraining steigt die Zahl der weißen Blutkörperchen an. Doch hier ist Vorsicht geboten. Die immunstimulierende Wirkung körperlicher Betätigung hängt stark von der Dosis und der Trainingsintensität ab. Häufige, sehr intensive Trainingseinheiten schwächen eher das Immunsystem.
Eine Trainingssteuerung kann da Abhilfe schaffen und hilft das eigene Fitnesstraining zu überwachen. So können intensive mit weniger intensiven Phasen ausgeglichen werden.
Diese Abwechslung sehe ich als sehr wichtig an, da der Körper so auf verschiedenen Belastungsebenen trainiert wird.
Viren und Bakterien haben dann keine Chance mehr.
6. Fitnesstraining beugt Altersdiabetes vor
In den letzten 4 Jahren rückt die Krankheit immer mehr in den Blickpunkt des medizinischen Interesses. Hinter Diabetes verbirgt sich eine Störung unseres Insulinstoffwechsels.
Dabei werden 2 unterschiedliche Arten der Diabetes unterschieden. Zum einen Diabetes Typ I, zu dessen Entstehung hauptsächlich genetische Ursachen beitragen und zum anderen Diabetes Typ II, der auch als Altersdiabetes bezeichnet wird. Bei dem Typ II Diabetes kann der Körper nicht mehr oder nur noch eingeschränkt auf Insulin reagieren.
Glaubt man den Statistiken, dann sind in Deutschland gute 10% der Bevölkerung durch Diabetes betroffen. Die aktuelle Dunkelziffer liegt bei ca. 3,5 Millionen.
Der jährliche Anstieg an Erkrankungen zeigt, warum ich mir die Branche Fitness/Gesundheit als Arbeitsfeld ausgesucht habe. Mehr als 70 Prozent aller Diabetiker sind zu dick. Falsche Ernährung und mangelnde Bewegung sind die Hauptgründe für Diabetes Typ II.
Sie selbst können sich checken lassen um erste Anzeichen im Keim zu ersticken.
• Nüchternblutzucker liegt normal bei
Liegt Ihr Nüchternblutzucker höher als die gerade genannten Werte, dann sollten Sie sich näher mit dem Thema Diabetes beschäftigen.
• Liegt der Nüchternbltzucker über ≥126 mg/dl – ≥7,0 mmol/l existiert Diabetes mellitus
Zu empfehlen ist es, zum Arzt zu gehen und sich durchchecken zu lassen. So können frühzeitige Maßnahmen eingeleitet werden. Sie selbst müssen aber nicht von der Diagnose eines Arztes oder eines Blutzuckermessgerätes abhängig sein.
Studien zeigen, dass regelmäßiges Fitnesstraining in Verbindung mit einer gesunden Ernährung das Risiko diese Erkrankung zu bekommen beträchtlich absenkt.
7. Fitnesstraining ist gut für Ihr Gehirn
Von wegen “Viel Muckis, wenig Gehirn”. Eine regelmäßige sportliche Aktivität verbessert die Blutzirkulation im Gehirn. Die Folge: Der Strom unserer Gedanken verbessert sich und die Kreativität kann sich entfalten.
Auch unsere kognitiven Fähigkeiten wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Entscheidungsfähigkeit und Erinnerungsvermögen werden durch Bewegung in Trab gehalten. Mit Fitnesstraining tragen Sie also auch zur geistigen Gesundheit bei.
8. Fitnesstraining stärkt Ihr Herz-Kreislaufsystem
In den Industrienationen gehen ca. 40% aller Todesfälle auf Herz-Kreislauferkrankungen zurück. Ein Fitnesstraining verbessert alle Herz-Kreislauffunktionen.
Der Blutdruck sinkt, das Herz wird besser mit Nährstoffen versorgt und es bilden sich zusätzliche Blutgefäße aus.
9. Fitnesstraining verbessert Ihr Blutbild
Unser Blut transportiert nicht nur Sauerstoff durch den Körper, sondern auch Nähr-, Abwehr-, Botenstoffe und Stoffwechselprodukte.
Zu den Stoffwechselprodukten bzw. Nährstoffen gehören die Triglyzeride und auch Cholesterin.
Um zu verstehen, was dies für einen Menschen bedeutet, muss man von hinten anfangen. Eine Erkrankung der Herzkranzgefäße (Herzinfarkt) wird durch Ablagerungen an den Gefäßwänden verursacht. Diesen Prozess nennt man Arteriosklerose (Arterienverkalkung). Dabei bilden sich an den Gefäßinnenwänden so genannte Plaques, welche den Durchmesser verringern und die Blutzirkulation mehr und mehr behindern. Die Gründe für diese Ablagerungen sind zum Teil genetisch bedingt und liegen zum Teil an einer ungesunden Lebensweise.
In diesem Artikel, von Klaus Radloff, wird eine interessante Sicht der Dinge bzgl. Cholesterin dargestellt. Absolut lesenswert und sollte mal zum Denken anregen.
Neben dem ganzen Cholesterinwahn gehen Triglyzeride und ihre Wirkung auf den menschlichen Körper fast unter. Hier lesen Sie, warum man den Triglyzeriden mehr Aufmerksamkeit schenken sollte.
Mit Ausdauer- und Fitnesstraining verringern Sie die Fettkonzentration im Blut und ermöglichen Ihrem Körper so effektiver zu arbeiten.
10. Fitnesstraining kräftigt die Knochen
Der menschliche Körper muss gefordert werden, damit er sich weiterentwickelt. Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 70 Jahren kann man sicher keinen Quantensprung wie den aufrechten Gang erreichen. Aber man kann den Körper jeder Zeit weiterentwickeln. Eine Grenze gibt es da nicht.
Bieten wir unserem Körper keine Anpassungsmöglichkeiten an denen er sich anpassen kann, “zerfallen” wir Jahr für Jahr.
- Mit 25 Jahren haben wir unsere höchste Hormonausschüttung erreicht
- ab 30-35 Jahren baut der Körper 1% Muskulatur pro Jahr ab
- spätestens ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Knochendichte ab
Diesen Abbau können Sie entgegen wirken in dem sie sportlich aktiv werden und am besten für immer bleiben. So bekommt der Körper die Belastungen die er benötigt um leistungsfähig zu sein und äußerliche Anpassungen besser zu verkraften.
Durch Fitnesstraining können Sie die Muskulatur und auch die Knochendichte kräftigen und stabilisieren. Nebenbei werden Hormone produziert, die den Alterungsprozess verlangsamen können, Sie gesünder aussehen lassen und die Lebensqualität verbessern werden.
Fazit:
Fitnesstraining ist also nicht nur eine Maßnahme um “fitter” zu werden. Mit einem hohen Fitnesslevel kann wirklich jeder, egal welches Alter, Geschlecht oder Voraussetzungen, seinen Alltag besser, produktiver und einfacher bestreiten.
Wenn noch nicht geschehen, dann suchen Sie sich hier ein Fitnessstudio oder finden hier einen Personal Trainer. Natürlich können Sie auch Laufen, Tennis spielen oder schwimmen gehen. Ich persönlich empfehle Ihnen aber auch die Muskulatur bewusst und gezielt zu trainieren.
Wie halten Sie sich fit und was konnten Sie bis dato Positives durch den Sport erreichen?
~Thomas

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