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Motiviert zu sein, damit hatte ich eigentlich nie ein Problem gehabt. Sport mache ich seit ich denken kann.
Bodybuilding und Fitness betreibe ich nun etwas mehr als 14 Jahre – früher deutlich intensiver als heute. Durch die gesetzen Ziele hatte ich eine hohe Motivation und habe die meisten Vorgaben auch zu meiner Zufriedenheit erfüllt.

Nach ca. 12 Jahren intensivem Kraftsport auf Leistungsebene kam ich in eine Sinnkrise. Das was früher selbstverständlich erschien, war plötzlich unwichtig geworden. Mit dieser Situation kam ich nicht klar…

Ich habe tagtäglich damit gelebt – Jahr ein, Jahr aus.

Training –> Essen –> Schlafen -> Arbeiten –> Training-> Essen-> Schlafen…

Ein wirkliches Privatleben, mit Entspannung und Spaß, gab es so nicht. Party’s waren passé, gegessen wurde nur das, was ich selbst gekocht habe und Training fand immer am Maximum statt. Der Erfolg gab mir unterm Strich Recht – ich war sehr zufrieden mit mir und dem was ich erreicht hatte. Auch das Feedback von anderen Leuten bestätigte mich, dass ich das Richtige machen würde. Ich habe in dem Sport wohl mehr erreicht als andere es je erreichen werden. Signale wurden konsequent verdrängt…

Einsicht ist der erste Weg

Im Frühjahr 2010 kam ich dann an dem Punkt, der meine Einstellung zu all dem ändern sollte.
Fragen wie

  • “Wofür mache ich das eigentlich?”
  • “Wie lange will ich das so noch machen?
  • “Was kann ich eigentlich noch erreichen?”

schossen mir durch den Kopf und legten mich förmlich lahm.

Plötzlich war das alles nicht mehr wichtig und neue Ziele gab es nicht mehr. Durch neue Einflüsse, entstanden neue Ansichten – vieles war veraltet und nicht mehr aktuell. Die Hingabe und das Aufopfern der letzten 8 Jahre interessierte nicht mehr und brachte mich nicht weiter. Schon der Gedanke an ein Studio ließ mir die Haare zu Berge stehen. Ich fing an zu laufen…Leute die mich gut kannten, dachten ich wäre krank :-D
Aber auch das brachte nicht das Feuer wieder, welches ich früher verspürt hatte.

Ein ehemaliger Kunde von mir hat es dann auf einen Punkt gebracht – Burnout!
Diese Aussage war so fern und doch so präsent – aber in dem Alter? Ich wollte das einfach nicht war haben und habe immer wieder Phasen gehabt wo ich was gemacht habe und Phasen, wo mir alles total egal war. Heute sehe ich es mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Mit dieser Erfahrung verstehe ich nun viele Kunden und Menschen die ich kennenlernen durfte. Man lebt nur noch für die eine Sache (Beruf, Hobby) und verliert das Drumherum aus den Augen – man investiert so viel Energie, dass man irgendwann ausgebrannt ist. Was folgt ist eine Art Depression und Niedergeschlagenheit, welche schlimme Ausmaße annehmen kann (siehe Profisport). Das zu verstehen ist nicht so einfach und bedarf ein umdenken. Es ist äußerst wichtig einen Ausgleich zu haben, dass Leben nicht so ernst zu nehmen und ab und an mal fünfe gerade sein zu lassen.

Mit dieser Erkenntnis, ich brauchte da fast 2 Jahre für, möchte ich Menschen helfen und für Sport begeistern. Viele sehen es als Notwendigkeit an, ein gestecktes Ziel wie abnehmen, zu erreichen. Und doch ist Sport mehr als das. Die Belastung an sich baut Stress ab und lässt uns leistungsfähiger werden. Alltagssituationen fallen leichter und körperliche Beschwerden können minimiert werden.

Mit einem Ziel sind Sie motivierter

Setzen Sie Ihre Sinne ein, um Resultate zu beschreiben, die Sie erlangen wollen. Je genauer die Beschreibung ausfällt, um so besser kann Ihr Gehirn damit arbeiten. Formulieren Sie auch einen zeitlichen Rahmen, der angibt, wie oft Sie Sport in der Woche machen können. Das setzt ein Überarbeiten des eigenen Zeitmanagements voraus.

[lightgrey_box] Mein Ziel:
Ich möchte mehr Power und Kraft haben, mich wieder fitter fühlen. Mein eigenes Wohlbefinden werde ich steigern, in dem ich mindestens 3 Std./Woche Sport mache. [/lightgrey_box]

Ihr persönliches Ziel ist Ihr Motivationsmotor. Vergessen Sie das nicht. Eigenmotivation ist das A und O im Sport. “Quälen” Sie sich nicht für den Partner oder den Freund/der Freundin.

Sie möchten Abnehmen?
Suchen Sie sich ein Kleidungsstück aus Ihrem Schrank, in das Sie wieder reinpassen wollen. Machen Sie davon 3 Fotos und hängen eins an den Kühlschrank, eins an eine Stelle in der Wohnung wo Sie oft vorbei gehen und eins stecken Sie sich ins Portemonnaie.

Sie möchten fitter und leistungsfähiger werden?
Suchen Sie sich eine sportliche Herausforderung wie z.B. Marathon, Strongmanrun oder eine gewisse Wiederholungszahl die Sie bei bestimmten Übungen erreichen wollen.

Nach der Zielermittlung geht es an die Umsetzung des Trainings.

Fazit:

Eigenmotivation ist das Wichtigste für Ihren persönlichen Erfolg. Vermeiden Sie Abhängigkeit von einer Sache oder einer Person. Setzen Sie sich mit Ihren Zielen so bewusst wie möglich auseinander. “Welche Folgen wird es haben, wenn Sie Ihr Ziel erreichen?” – Ziehen Sie alle menschlichen Sinne in Betracht und arbeiten Sie Tag für Tag an Ihren Erfolg.
Aber übertreiben Sie es nicht. Leistung zu erbringen ist notwendig, aber nicht um jeden Preis.

Was motiviert Sie? Nennen Sie mir Ihre Ideen und Umsetzungen.

Bei Problemen, Fragen oder Anregungen stehen ich Ihnen gerne zur Verfügung.

~Thomas

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  1. [...] ersten Teil der dreiteiligen Artikelserie habe ich mich mit der Motivation und der Zielsetzung beschäftigt. Heute geht es um das Training und der Planung des [...]

  2. [...] ersten Teil einfach motiviert bin ich auf das Thema Motivation und Ziele setzen eingegangen – Sie müssen das, was Sie [...]

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